WARUM EINE PROJEKTWOCHE?

„LehrplanPLUS versteht Kompetenzen als fachspezifische und überfachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Wissen und Können miteinander verknüpfen, und motivationale Aspekte ebenso umfassen wie Argumentationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Reflexionsfähigkeit und Urteilsfähigkeit. […] Zentrale Aufgabe an allen Bildungsorten ist es, Kinder über den gesamten Bildungsverlauf hinweg in ihren Kompetenzen zu stärken. […] Kompetenzen bedingen sich gegenseitig. Sie entwickeln sich weiter in Abhängigkeit voneinander und in der Auseinandersetzung mit konkreten Lerninhalten und Anforderungen. Mit fortschreitender Entwicklung und höherem Alter gewinnt auf bestimmte Inhaltsbereiche bezogene Sachkompetenz an Bedeutung.“

KONZEPTBEISPIEL

PROJEKT
WOCHE

Die Vermittlung im Rahmen einer Projektwoche bietet den Schüler*innen die Gelegenheit, sich ganzheitlich und umfangreich mit dem Rohstoff auseinanderzusetzen.

Das vorgefertigte Konzept, kann direkt umgesetzt werden.

PÄDAGOGISCHER FREIRAUM

„Um der Schule ausreichend Gestaltungsmöglichkeiten für das Lernen auch über einzelne Fächer hinaus zu ermöglichen, sind die Fachlehrpläne auf 26 Wochen ausgelegt. Bei insgesamt 38 Schulwochen steht damit ein pädagogischer Freiraum zur Verfügung, der von der Schule in Einklang mit ihrem Profil gestaltet wird. Hierdurch können in der Klasse Lehrplanthemen entsprechend den Interessen der Kinder weiter vertieft und weiterführende Schülerinteressen und -bedürfnisse aufgegriffen werden. Dazu gehören z. B. das Aufgreifen aktuellerTagesereignisse sowie die Gestaltung des Schullebens einschließlich Klassenfahrten, Wanderungen, Schulfesten und Gottesdiensten.“

PÄDAGOGISCHER LEISTUNGSKULTUR & WERTSCHÄTZUNG

„Schülerinnen und Schüler wollen lernen und etwas leisten. Eine Atmosphäre der Wertschätzung und Geborgenheit sowie die Wahrnehmung, kompetent zu sein und selbst etwas leisten zu können, stärken ihr Selbstvertrauen und erhalten ihre Motivation dauerhaft.“

ÖFFNUNG DER BILDUNGSEINRICHTUNG

„Bildungseinrichtungen haben den gesamten Lebensraum der Kinder im Blick, nutzen Beteiligungsmöglichkeiten aktiv und öffnen sich für Impulse aus dem Umfeld. Mögliche Kooperationen mit externen Institutionen und Personen umfassen Angebote für Kinder (z. B. Besuche, Einbeziehung in aktuelle Projekte) wie auch für Eltern und Familien. Es entsteht eine stärkere Verbindung der Bildungseinrichtungen mit dem Gemeindeleben und der Arbeitswelt. Von der Öffnung profitieren nicht nur die Kinder (z. B. durch die Ausweitung ihrer Lernumgebung und die Bereicherung ihrer Bildungserfahrungen), sondern auch Eltern und das pädagogische Personal (z. B. durch neue Informationsquellen und Möglichkeiten des Fachdialogs sowie der Fortbildung).“

LEBENSRAUM UND HEIMAT

„In der Grundschule lernen die Schülerinnen und Schüler ihren Lebensraum kennen mit seinen historischen, geographischen, natürlichen, kulturellen und sozialen Besonderheiten, die schützens- und erhaltenswert sind. Im Austausch mit anderen wird eine Basis geschaffen für die aktive Mitgestaltung von nachhaltigen Entwicklungen in Raum und Gesellschaft.“

ENTDECKEN SIE SCHÄFEREIEN IN DER NÄHE

Schaffen sie regionale Wertschätzung durch die Kooperation mit lokalen Schäfereien.

VERKNÜPFUNG ZU LEHRINHALTEN
SPEZIELLER GRUNDSCHULFÄCHER

Eine Projektwoche speziell zum Thema Schaf und Wollverarbeitung verbindet auf lebendige Weise handwerkliches Tun, naturkundliches Lernen und kreativen Ausdruck – und verknüpft somit zentrale Lerninhalte aus folgenden Unterrichtsfächern.

HEIMAT- UND SACHKUNDE

– Ausbildung einer fragend-forschenden Haltung der Lernenden

– Zugang zu sozialen, kulturellen, natur- und raumbezogenen, historischen und technischen Fragestellungen

– handlungsorientierte und direkte Begegnungen mit Menschen, Tieren, Pflanzen und Werkzeugen

– Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Medien und Materialien

– Nachdenken über das eigene Konsumverhalten

WERKEN UND GESTALTEN

– Nachvollziehung des Werdegangs eines Materials vom Ursprung bis zum Endprodukt

– Gewinnung eines Einblickes in ein Berufsbild

– Erkennen der Bedeutung von Werkzeugen und technischer Errungenschaften für das menschliche Schaffen

– Erweiterung der individuellen Handlungsfähigkeit und des selbständigen Arbeitens

– Erlernen von Handwerkstechniken, Arbeitssicherheitsvorkehrungen und Fachbegriffen

KUNST

– selbständiges Arbeiten

– Förderung der Fantasie, der Kreativität und der visuellen sowie sprachlichen Aussagekraft

– Erforschung unterschiedlicher Formen, Farben und Haptiken

– Erlernen von konstruktiver und wertschätzender Kommunikation gegenüber anderen Kunstwerken

Schulart- und fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele

Die Projektwoche ermöglicht fächerübergreifendes Lernen mit engem Bezug zur Lebenswelt der Kinder. Durch handlungsorientiertes Arbeiten entstehen nachhaltige Lernerfahrungen, die über einzelne Unterrichtsfächer hinausgehen und zentrale schulart- sowie fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele berücksichtigen.

– Vermittlung von Schlüsselkompetenzen für die Zukunft

– Wissensvermittlung durch Frei- und Spielräume, Experimente, eigenes Ausprobieren und Sinne

– Gemeinschaftliche und selbstwirksame Erfahrungen

Das Unterrichtsmaterial von „Tolle Wolle“ fällt aufgrund der thematischen Ausrichtung über lokale Verarbeitung, Zirkulärwirtschaft und Zukunftskenntnisse unter Bildung für Nachhaltige Entwicklung (im weiteren BNE). Für eine gelingende, umfassende Transfomation der Gesellschaft ist BNE (im weiteren kurz BNE) für junge Menschen essenziell. (vgl. UBA, 2020, S. 5) Das Unterrichtsmaterial „Tolle Wolle“ basiert daher didaktisch auf Erkenntnissen der BNE. Als Zielsetzung lassen sich für BNE drei Schlüsselkompetenzen herausarbeiten, die auch durch „Tolle Wolle“ vermittelt werden: Kompetenz zum vernetzten Denken und Umgang mit Komplexität, Kompetenz zum vorausschauenden Denkien und die Kompetenz zum kritischen Denken. (vgl. UBA, 2020, S. 64) Da die Zielgruppe der Projektwoche noch sehr jung ist, wird vor allem Wissen durch Frei- und Spielräume, Experimente, eigenes Ausprobieren und Nutzung von Sinnesorganen vermittelt. Zentral ist im Grundschulalter zudem das Arbeiten in der Gruppe, beziehungsweise Gemeinschaft, und Selbstwirksamkeitserfahrungen, um Wissen nachhaltig zu vermitteln und zu festigen. (vgl. UBA, 2020, S. 13) Daher baut „Tolle Wolle“ die ersten Tage der Projektwoche durch praktische Stationen und Arbeiten in Gruppen ein Basisverständnis des Themas „Wollverarbeitung“ auf, um auf dieser Basis Themen der Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zu vermitteln.

– Aneignung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bestimmten Praktiken und Prozessabläufen

– Erlernen von ergonomischen Arbeitsweisen und Unfallvermeidung

– Ermöglichung von kooperativem Lernen

– Erlernen von Verantwortung, gegenseitiger Hilfe, Wertschätzung, Teamarbeit, Respekt, Rücksichtnahme

– Erfahrung der Notwenigkeit von Regel für geordnetes Miteinander

– Herausbildung eines einfühlsamen und reflektierten ästhetischen Urteils über eigene und fremde Werke

– Bewusstsein für Aufgeschlossenheit und Toleranz

– Kennenlernen traditionelle Handwerkskünste

– aktive Beteiligung der Schüler und Schülerinnen an Gestaltung ihrer schulischen und häuslichen Umwelt

Wissenssicherung

GRUPPEN
PUZZLE

Alle auf demselben Stand – In Wissenssicherungsphasen erklären sich die Kinder gegenseitig ihre Ergebnisse